Die Arbeitsanforderungen an den Menschen haben sich in den letzten zehn Jahren erheblich verändert: Zeitvorgaben werden enger, Arbeitstempo und Qualitätsansprüche steigen. Eine fast ständige Verfügbarkeit gilt als normal und der Druck des Marktes wird immer mehr an den Einzelnen weitergegeben. Dies geschieht bei gleichzeitigem Abbau von Personal, wodurch sich die Menge der Aufgaben für den Einzelnen stetig erhöht. Was eine Steigerung der Effizienz zum Ziel hatte, führte nicht selten ins Gegenteil.

Die auf den Menschen in der Arbeit einwirkenden Belastungen haben immer seltener mit körperlicher und immer häufiger mit psychischer Überforderung zu tun. Der  persönlich ausgleichende Umgang damit gelingt nicht jedem gleichgut. Dies zeigt sich häufig in einer steigenden Zahl von Krankheitstagen und einer deutlichen Zunahme von Langzeiterkrankungen, teilweise mit gravierenden Folgen.

Die Ursachen für eine erhöhte psychische Belastung sind vielfältig. Neben den bereits genannten Einflussfaktoren kann auch ein schwaches Binnenklima im Unternehmen zur Verschärfung der Situation beitragen: Unbearbeitete Konflikte und Spannungen in der Zusammenarbeit sowie unzureichende Information und Kommunikation über den Sinn und die Notwendigkeit anstehender Veränderungen spielen hier eine wesentliche Rolle. Hier ist qualifizierte Führung gefragt. Es lohnt sich deshalb, nicht nur die etablierten Führungsgrundsätze im Unternehmen zu prüfen, sondern vor allem auch deren Umsetzung in den einzelnen Bereichen zu beleuchten.

Schaut man sich den Diamanten der Organisationsintelligenz an, dann stellt man fest, dass drei Schlüsselfaktoren der Organisationsintelligenz eine ausschlaggebende Rolle spielen, wenn es um die Verbesserung der Arbeitssituation im Sinne einer Reduktion psychischer Belastungen am Arbeitsplatz geht: Kommunikation, Kooperation und Führung.

Psychische Belastungen werden mit der Digitalisierung und neuen Arbeitsformen zukünftig weiter steigen. Und eine präventive Bearbeitung der Herausforderungen kann große persönliche, aber auch enorme betriebs- und volkswirtschaftliche Schäden abwenden.

Deshalb fordert das Arbeitsschutzgesetz in der Gefährdungsbeurteilung seit Ende 2013  explizit die Berücksichtigung der psychischen Belastung. Das heißt: Alle Unternehmen und Organisationen müssen auch jene Gefährdungen für ihre Beschäftigten ermitteln, die sich aus der psychischen Belastung bei der Arbeit ergeben.

Wenn Sie vor der Durchführung einer solchen Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung stehen oder Ergebnisse aus Mitarbeiterbefragungen strukturiert bearbeiten möchten, und sich fragen, wie Sie das sinn- und wirkungsvoll tun können, finden Sie Erfahrungswerte aus unserer Beratungstätigkeit in dieser Thematik in unserem Produktblatt.